Allgemeine technische Informationen

Zubehör

Für unsere Batterieladegeräte ist das folgende Zubehör bzw. besondere Leistungsmerkmale erhältlich.

Weiterhin können auch nicht aufgeführte, speziell auf Sie zugeschnittene Leistungsmerkmale, integriert werden - sprechen Sie uns darauf an, oder senden Sie uns eine Email.

Bezeichnung Kürzel Beschreibung
Elektrolytumwälzung EU Durch EUW verringert sich die Ladezeit um
ca. 2 - 3h (Zwischenladungen sind möglich)
Pulsladung Puls Durch Pulsladung verringert sich die Ladezeit
um ca. 1 - 2h.
Temperaturkompensation T Die Ladespannungen werden der Batterietemperatur angepasst.
Display D Alle Ladedaten können über ein LCD-Display abgerufen werden.
"On Board"-Variante O Diese Variante ist speziell für die Montage auf Fahrzeugen ausgelegt.
Kapazitätsumschaltung K Das Ladegerät kann kundenspezifisch für verschiedene Batteriekapazitäten umgeschaltet werden.
Fremdbelüftung (Lüfter) F Falls das Gerät in einem Raum ohne Luftzirkulation aufgestellt ist, ist eine sogenannte Fremdbelüftung notwendig.
Aquamatik A Das Ladegerät kann mit einer Pumpensteuerung für eine automatische Wassernachfüllung ausgestattet werden.
Sonderausführung S Wir fertigen auch kundenspezifische Einzelanfertigungen.
DIN 41774

Halbleiter-Gleichrichtergeräte mit W-Kennlinie für das Laden von Bleibatterien

Text laut DIN 41774

Static power convertors; semiconductor rectifier equipments with W-characteristics for charging of lead-batteries; guide-lines
Bearbeitet vom FNE/VDE-Gemeischaftsausschuß 221.2/0556.
Diese Norm behandelt Gleichrichtergeräte mit W-Kennlinie (siehe DIN 41772) für das Volladen von Bleibatterien mit flüssigem Elekrolyt. der Verlauf der W-Kennlinien soll den für Bleibatterien während des Ladens erforderlichen Stromrückgang gewährleisten.

1. Grundanforderungen
1.1.
Zum schutz der Batterie muß die W-Kennlinie so verlaufen, daß die von den Batterieherstellern festgelegten Grenzwerte der Ladeströme bei Gasungsspannung und bei Ladeschlußspannung nicht überschritten werden.
Höchstwerte für den Ladestrom nach Erreichen der Gasungsspannung sind für verschiedene Zellbauarten in VDE 0510/8.70 § 13 angegeben. Unter Berücksichtigung dieser Ströme ergeben sich die beim Laden mit W-Kennlinie kürzmöglichste Ladezeiten. Die nachfolgend angegebenen Werte des Ladestromes sind obere Grenzwerte, die beim Laden mit W-Kennlinie nicht überschritten werden dürfen, da sonst Schäden an der Batterie durch zu starke Gasung eintreten können. Es ist hingegen zulässig, mit niedrigeren Ladeströmen als den in dieser Norm festgelegten zu laden, wobei sich längere Ladezeiten ergeben. Bei Kleinakkumulatoren und Starterbatterien besteht häufig nicht die Notwendigkeit, mit den höchstzulässigen Ladeströmen zu laden, weil genügend Ladezeit zur Verfügung steht. Sofern für diese Zwecke Kleinladegeräte hergestellt werden, deren Nennstrom niedriger liegt als unter Abschnitt 2.2 angegeben ist und deren Kennlinie steiler verläuft als im Bild unter Abschnitt 2.1 angegeben, entsprechen sie nicht dieser Norm und dürfen nicht unter Hinweis auf diese Norm gekennzeichnet werden.

Anmerkung: Um Schäden an der Batterie zu vermeiden, ist auch bei Einsatz solcher Kleingeräte zu beachten, daß die Grenzwerte nach den Abschnitten 2.1 und 2.2 nicht überschritten werden.

1.2. Die Batterien müssen nach erreichter Volladung (siehe DIN 40 729) von Hand oder selbsttätig abgeschaltet werden.

2. Kennlinie

2.1. Verlauf

Der Verlauf der W-Kennlinie ist durch drei Wertepaare von Strom und Spannung bestimmt:

   a) Geräte-Nennstrom bei 2 V/Zelle
   b) 50% des Geräte-Nennstromes bei 2,4 V/Zelle (Gasungsspannung)
   c) 25% des Geräte-Nennstromes bei 2,65 V/Zelle.

Für die Spannungswerte ist eine Toleranz von ± 0,05 V/Zelle zugelassen.
Den Verlauf der W-Kennlinie und das Toleranzfeld zeigt das Bild (Abbildung1).

W-Kennlinie

Abbildung 1

2.2. Geräte-Nennstrom
Der Geräte-Nennstrom (Ladestrom bei 2 V/Zelle) darf nicht größer sein als der bei Ladung mit W-Kennlinie zulässige Anfangsstrom der zu ladenden Batterie. Die VDE-Bestimmung 0510/8.70 § 13b) gibt Höchstwerte der für die verschiedenen Zellbauarten bei Gasungsspannung (2 V/Zelle) zulässigen Ladeströme an, bezogen auf eine Batterie-Nennkapazität von 100 Ah. Durch den in Abschnitt 2.1 festgelegten Verlauf der W-Kennlinie ist der hier zulässige Anfangsladestrom doppelt so groß wie der bei Gasspannung zulässige Ladestrom. Für die z.Z. genormten Bleiakkumulatoren ergeben sich folgende auf 100 Ah bezogene Werte des Anfangsladestroms I'g.

Bleiakkumulatoren g Anfangsladestrom I´g bezogen auf eine
Zellenbauart DIN Nennkapazität von 100 A h
GiS, PzS 43 567 16 A
Gro (Fahrzeug) 28 A
Gro (Ortsfest) 40 730 24 A
OPzS 40 736 14 A
OPzS 40 737 14 A
Starterbatterien 72 311 24 A

Tabelle 1

 

Für eine Batterie bestimmter Art und Größe ergibt sich der Gerätenennstrom IdN zu

Formel

Formel 1

2.3. Nennspannungseinflüsse
Geräte mit W-Kennlinie sind im allgemeinen nicht mit Mitteln zum selbsttätigen Ausgleich von Netzspannungsschwankungen ausgestattet, so daß der abgegebene Strom von den Schwankungen der Netzspannung abhängt. Die relativen Stromschwankungen nehmen mit fallendem Strom zu. Eine um 5% höhere Netzspannung erhöht den Strom bei 2 V/Zelle um etwa 15%, bei 2,4 V/Zelle um etwa 30% und bei 2,65 V/Zelle um etwa 50%. Deshalb sind besonders nach Überschreiten der Gasungsspannung (2,4 V/Zelle) Netzspannungsüberhöhungen von nur 5% für die Batterie bereits bei längerer Dauer als fünf Minuten schädlich. Um Batterieschäden zu vermeiden, soll deshalb das Gerät der überhöhten Netzspannung, z.B. bei Nacht, mit Hilfe der Transformatorzapfungen (siehe Abschnitt 3.2) angepaßt werden. Bei Ladegerten, deren W-Kennlinie mit Induktivitäten (Ladedrosseln, Streutransformatoren) erzeugt wird, ist auch eine Abhängigkeit des Ladestromes von der Netzfrequenz vorhanden. Diese Abhängigkeit wirkt sich als Neigungsveränderung der Kennlinie aus. In Netzen mit maximalen Frequenzschwankungen von 5% ist dieser Einfluß vernachlässigbar.

 

3. Richtlinien für den Aufbau


3.1. In Gleichrichtergeräten für das Laden von Batterien muß die Gleichstromseite von der Netzseite galvanisch getrennt sein (siehe VDE 0510). Es dürfen deshalb nur Gleichrichtertransformatoren mit getrennten Wicklungen verwendet werden.

3.2. Die Transformatoren müssen Anzapfungen für -5%, 0%, +5% und +10% der Netzspannung haben, damit die Geräte der Netzspannung angeglichen werden können. Bei Geräten mit einer Nennleistung bis 500 W können die Anzapfungen entfallen.

3.3. Die Ladegeräte müssen so bemessen sein, daß sie dauernd mit mindestens 80% des Nennstromes belastet werden können.

3.4. Strommeßgeräte von Ladegeräten müssen den arithmetischen Mittelwert anzeigen (Verwendung von Drehspul- oder Drehmagnet-Strommeßgeräten). Dreheisenstrommeßgeräte zeigen den Effektivwert des Ladestromes an, der höher ist als der arithmetische Mittelwert. Werden Dreheisenstrommeßgeräte in Ladegeräten verwendet, so müssen sie mit einer Skala für den entsprechenden Gleichstrommittelwert versehen werden. Sie sind nur für einfache Ladegeräte mit nicht verstellbarer W-Kennlinie zulässig. Werden solche Dreheisenstrommeßgeräte verwendet, so ist dies ausdrücklich anzugeben.

3.5. Sind Geräte für verschiedene Zellenarten umschaltbar und/oder für verschiedene Anfangsladeströme einstellbar oder umschaltbar, so muß für jede mögliche Kennlinie der Verlauf nach Bild Seite 1 eingehalten werden.

3.6. Werden auf der Gleichstromseite Schraubensicherungen eingebaut, ist die zur Geräteausgangsseite führende Leitung am Gewindering anzuschließen.

 


4. Richtlinien für den Betrieb

4.1. Für das Aufstellen und den Betrieb von Ladegeräten gilt VDE 0510/8.70 § 10 und § 12.

4.2. Der Widerstand der Leitungen zwischen Ladegerät und Batterie kann die Kennlinienneigung und damit die Höhe des Ladestromes beeinflussen. Gegebenenfalls ist die Geräte-Kennlinie, z.B. durch Verändern der Einstellung des Ladewiderstandes, der Ladedrossel oder der Transformatorsteuerung, anzupassen.

4.3. Das Laden mehrerer parallel geschalteter Batterien von einem Ladegerät mit W-Kennlinie ist nach Überschreiten der Gasspannung nicht zulässig, weil das Einhalten der Grenzwerte für die einzelne Batterie nicht gewährleistet ist.

4.4. Das Laden mehrerer in Reihe geschalteter Batterien ist nur zulässig, wenn die für die kleinste Batterie festgelegten Grenzwerte der Ladeströme nicht überschritten werden und die jeweils vollgeladene Batterie abgeschaltet wird. Reihenschaltung ist nur für Kleinakkumulatoren und Starterbatterien zu empfehlen.

DIN 41773

Halbleiter-Gleichrichtergeräte mit IU-Kennlinie für das Laden von Bleibatterien

Text laut DIN 41773

Static power convertors; semiconductor rectifier equipments with IU-characteristics for charging of lead-acid batteries; guidelines

1. Mitgeltende Normen und Unterlagen
DIN 57510/VDE 0510 VDE-Bestimmung für Akkumulatoren und Batterie-Anlagen
VDE 0100 Bestimmungen für das Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V

2. Grundanforderungen

2.1 Zum Schutz der Batterie muß beim Laden im Konstantspannungsteil (U-Teil) der Kennlinie sichergestellt sein, daß kein lebhaftes Gasen eintritt und trotzdem die vorgeschriebene Säuredichte in der jeweils zur Verfügung stehenden Ladezeit soweit wie möglich erreicht wird. Die Spannung darf deshalb einerseits an den Klemmen der Batterie einen von dem Batteriehersteller zu bestimmenden Höchstwert nicht überschreiten. Andererseits soll sie aber auch nicht wesentlich von diesem Wert abweichen, da die zum Erreichen der vorgeschriebenen Säuredichte notwendige Ladezeit um so kürzer wird, je weniger die Spannung an den Batterieklemmen unter dem zulässigen Höchstwert liegt. Der zulässige Höchstwert der Spannung liegt je nach Batteriebauart und Betriebsverhältnissen zwischen 2,33 und 2,40 V je Zelle.

2.2 Eine an konstante Spannung nach Abschnitt 2.1 angeschlossene Batterie nimmt einen Strom auf, der durch die Kapazität der Batterie und ihren Lade- und Betriebszustand bestimmt wird. Wird der in Abschnitt 2.1 erläuterte Höchstwert der Spannung eingehalten, kann bei einwandfreier Batterie der Strom im allgemeinen nicht so groß werden, daß die Batterie gefährdet wird. Die Batterie verlangt keine selbsttätige Strombegrenzung durch das Ladegerät. Diese ist jedoch zum Schutz des Ladegeräts und der Anlage notwendig (I-Teil der Kennlinie). Die Batterie stellt auch an die Toleranz der Strombegrenzung keine Forderung. Je enger die Toleranz der Strombegrenzung ist, desto sicherer wird aber die volle elektrische Leistung des Ladegeräts zur Verkürzung der Ladezeit (besonders beim Parallelladen mehrerer Batterien) ausgenutzt.

2.3 Beim Laden mit konstanter Spannung nach Abschnitt 2.1 klingt der von der Batterie aufgenommene Strom im Verlauf des Ladens auf kleine Werte ab, so daß der Vollladezustand erst nach einiger Zeit erreicht wird. Zur Abkürzung der Volladezeit ist es zulässig, die Ladespannung beim Unterschreiten eines vom Batterie-Hersteller angegebenen Stromwertes über die im Abschnitt 2.1 genannten Grenzwerte nach einer W- oder I- Kennlinie ansteigen zu lassen (IUW oder IUI).

2.4 Dem vom Gleichrichtergerät abgegebenen Ladestrom ist ein Wechselstrom überlagert. Wert und Verlauf des Wechselstroms sind durch die der Gleichspannung überlagerte Wechselspannung, gegebenenfalls die Glättungseinrichtung und die Batterielast gegeben. Die überlagerte Wechselspannung hängt vor allem von der Schaltung (Pulszahl) des Gleichrichtergerätes und gegebenenfalls der Art der Steuerung oder Spannungsverstellung (Steuerwinkel) ab. (Näheres siehe DIN 41 755 Teil1).
Der dem Ladestrom überlagerte Wechselstrom teilt sich beim Parallelladen im umgekehrten Verhältnis der Batterie-Innenwiederstände auf. Beim Parallelladen von Batterien annähernd gleicher Kapazität und Plattengröße verteilt sich daher dieser Wechselstrom nahezu gleichmäßig auf die angeschlossenen Batterien, und zwar ziemlich unabhängig von deren Ladezustand. Das hat zur Folge, daß die annähernd vollgeladenen Batterien, die nur noch einen geringen Gleichstrom aufnehmen, mit nahezu reinem Wechselstrom beaufschlagt werden.
Der Wechselstrom darf nicht so groß sein, daß dadurch eine unzulässige Temperaturerhöhung im Elektrolyten entsteht. Dieses ist im allgemeinen gewährleistet, wenn beim Parallelladen mehrerer Batterien der durch die einzelne Batterie fließende Wechselstromanteil (bei Mischstrom mit Richtungsumkehr) im Ladestrom nicht größer als 1,5 X I5 ist. (I5 ist der fünfstündige Entladestrom, siehe DIN 57510/VDE 0510).

3 Kennlinien

3.1 Das Einhalten des Spannungshöchstwertes nach Abschnitt 2.1 und der Strombegrenzung nach Abschnitt 2.2 wird durch eine IU-Kennlinie entsprechend DIN 41 772 erreicht.
Die für eine IU-Kennlinie nach diesen Richtlinien einzuhaltenden Toleranzen sind in Bild 1 festgelegt.
Geräte mit dieser Kennlinie gestatten, mehrere Batterien gleicher Zellenzahl, verschiedener Kapazität und verschiedenen Ladezustands parallel zu laden.

3.2 Außer Geräten mit IU-Kennlinie nach Bild 1 sind auch Geräte mit Kennlinien nach den Bildern 2 und 3 mit nachstehenden Einschränkungen zulässig.

3.2.1 Geräte mit Kennlinie nach den Bildern 2 und 3 ermöglichen ein schnelleres Volladen durch Erhöhen der Spannung über UZL hinaus gegen Ende des Ladens. Diese Spannungserhöhung darf erst einsetzen, wenn der Ladestrom die in DIN 57 510/VDE 0510, Ausgabe Januar 1977, Abschnitt 12.2.2 genannten Grenzwerte erreicht hat.
Im IU-Teil der Kennlinie dürfen mehrere Batterien parallel geladen werden (siehe Abschnitt 3.1). Beim erhöhen der Spannung über die unter Abschnitt 2.1 genannten Werte hinaus muß die Parallelschaltung der Batterien aufgetrennt werden und das Laden im W-Teil oder zweiten I-Teil der Kennlinie als Einzelladen erfolgen. Das Laden mehrerer parallelgeschalteter Batterien im W- oder zweiten I-Teil ist nicht zulässig, es sei denn, daß durch geeignete Maßnahmen sichergestellt ist, daß die Stromaufnahme keiner der angeschlossenen Batterien den Grenzwert nach DIN 57 510/VDE 0510 überschreitet. Beim Erreichen des Vollladezustandes müssen die Batterien abgeschaltet werden.

3.3 Die Toleranzfelder nach den Bildern 1 bis 3 sollen bei Netzspannungsschwankungen von + - 10% und Netzfrequenzspannungen von +- 2% eingehalten werden. Für Geräte, die nicht für diese Schwankungen bemessen sind, müssen die zulässigen Grenzen vom Hersteller angegeben werden.
In Netzen nichtöffentlicher Stromversorgung können dagegen größere Schwankungen der Netzspannung und Netzfrequenz während längerer Zeitspanne auftreten. Wo dies der Fall ist, muß es dem Gerätehersteller bei Bestellung mitgeteilt werden.

4 Elektrische Eigenschaften und Aufbau der Ladegeräte

4.1 Der bei Nennbetrieb vom Gleichrichtergerät abgegebene überlagerte Wechselstrom ist vom Hersteller im Datenblatt anzugeben.

4.2 Treten in einem Teil der U-Kennlinie Pendelungen oder Kippschwingungen auf, die nicht gedämpft abklingen, so darf der Strom die im Abschnitt 2.4 genannten Grenzen und der Augenblickswert der pendelnden Spannung 2,45 V je Zelle nicht übersteigen.

4.3 Zum Einstellen der unter Abschnitt 2.1 angegebenen Ladespannung in den Grenzen von 2,33 und 2,40 V je Zelle ist ein Ladespannungseinsteller erforderlich. Dieser soll so angeordnet sein, daß er Unbefugten nicht zugänglich ist.

4.4 Bei Ladegleichrichter-Geräten muß die Gleichstromseite vom Wechselstromnetz galvanisch getrennt sein, wenn im Gleichstromkreis eine Schutzmaßnahme nach VDE 0100 nicht anwendbar ist (siehe DIN 57 510/VDE 0510).

4.5 Strommeßgeräte zur Anzeige des Ladestroms müssen den arithmetischen Mittelwert anzeigen (z. B. Drehspul-Strommeßgeräte).

4.6 Mit Rücksicht auf den Anschluß tiefentladener Batterien muß das Gerät so bemessen sein, daß es auch mit einer Netz-Überspannung von 10% und einer Batteriespannung von 1,8 V je Zelle betrieben werden kann, ohne Schaden zu nehmen (siehe VDE 0556, Ausgabe Oktober 1966, § 58d), VDE 0557, Ausgabe März 1969, 54d), DIN 57510/VDE 0510, DIN 57 558 Teil 1/VDE 0558 Teil1, Ausgabe August 1977, Abschnitt 5.2.7.4).

5 Richtlinien für den Betrieb

5.1 Bei Ladegeräten mit IU-Kennlinie gemäß Abschnitt 3.1 dürfen die Batterien bis zu 3 Tagen angeschlossen bleiben. Sofern jedoch der Beharrungswert des Ladestroms 10% von I5 nicht unterschreitet, ist bereits nach Erreichen der maximal zulässigen Säuretemperatur abzuschalten.

5.2 Reicht die werktäglich zur Verfügung stehende Zeit zum Volladen nicht aus, so muß einmal wöchentlich ein Ausgleichsladen vorgenommen werden.
Bei werktäglichem Volladen genügt das auch sonst von den Batterieherstellern vorgeschriebene Ausgleichsladen in Abständen von vier Wochen.
Ausgleichsladen kann (siehe DIN 40 729) mit Ladegeräten nach Abschnitt 3.1 durch verlängertes Laden (z. B. über Sonnabend/Sonntag) oder durch Laden über die in Abschnitt 2.1 festgelegten Spannungshöchstwerte hinaus (z. B. mit Ladegeräten nach Abschnitt 3.2.1) vorgenommen werden. Im letzten Falle ist das Laden nach den Vorschriften der Batteriehersteller zu überwachen, soweit nicht Ladegeräte mit selbsttätiger Ausschaltung Anwendung finden.

5.3 Bei Bemessung der Anschlußleitungen zwischen Ladegerät und Batterie ist anzustreben, daß der Spannungsabfall bei Nennstrom des Ladegerätes 2% der Nennspannung nicht übersteigt. Dies entfällt, wenn der Spannungsabfall durch das Ladegerät ausgeregelt wird. Die Kabel zwischen der Verteilungsteile und den Batterien müssen möglichst kurz gehalten werden, wenn eine Verlängerung der Ladezeiten vermieden werden soll.

5.4 Beim Laden mit Geräten nach Abschnitt 3.1 und Abschnitt 3.2 sind wöchentlich Säuredichte und Säuretemperatur jeder Zelle zu messen, um auftretenden Plattenschuß rechzeitig zu erkennen.

5.5 Beim Laden nach IU-Kennlinie ist es besonders wichtig, daß sich die Batterien in einwandfreiem Zustand befinden und daß deren Zellen nicht ungleich entladen sind.

5.6 Für die Prüfung der Spannung im U-Teil der Kennlinie ist ein Spannungsmeßgerät mit einer Meßunsicherheit von höchstens +- 0,01 V je Zelle zu verwenden.

Bild 1

Bild 1

IU-Kennlinie mit Toleranzfeld (siehe Abschnitt 3.1). I5 stetig oder in wenigstens 3 Stellungen von 2,33 bis 2,40 V je Zelle einstellbar.

Bild 2

Bild 2

IUW-Kennlinie mit Toleranzfeld (siehe Abschnitt 3.2.1). UZL stetig oder in wenigstens 3 Stellungen von 2,33 bis 2,40 V je Zelle einstellbar.
X Stromgrenzwert (siehe DIN 57 510/VDE 0510, Ausgabe Januar 1977, Abschnitt 12,2.2)

Bild 3

IUI-Kennlinie mit Toleranzfeld (siehe Abschnitt 3.2.1). UZL stetig oder in wenigstens 3 Stellungen von 2,33 bis 2,40 V je Zelle einstellbar.
X Stromgrenzwert (siehe DIN 57 510/VDE 0510, Ausgabe Januar 1977, Abschnitt 12.2.2)

UZ Zellenspannung, UZL konstant gehaltener Wert der Ladespannung je Zelle, IL Ladestrom und IDN Nenngleichstrom des Gerätes. Die Nenngleichspannung beträgt 2,0 V je Zelle. Die Toleranzen des I-Teils der Kennlinie in den Bildern 1 bis 3 können in allen Fällen auch größer als +- 2% sein, ohne daß hierdurch eine Gefährdung der Batterie eintritt. In diesem Fall muß entsprechend DIN 41 772 die Toleranz mit angegeben werden.

Absicherung Batterieladegeräte

Wie Batterieladegeräte richtig abzusichern sind!

Auslösekennlinien von B, C und K Sicherungsautomaten


Für den störungsfreien Einsatz von Batterieladegeräten werden Sicherungsautomaten der
K-Charakteristik oder träge Schraubsicherungen benötigt.


Sicherungsautomaten mit B- und C-Charakteristik für Leitungsschutz

Auslöseverhalten nach DIN VDE 0641 Teil 11
Bemessungsströme 6 ... 63 A in 10 Abstufungen bzw. 0,5 ... 63 A in 17 Abstufungen. Die Einführung dieser Charakteristiken ermöglicht die direkte Zuordnung der Leitungsschutzschalter nach der zulässigen Belastbarkeit der Leitungen Iz nach DIN VDE 0298 Teil 4/2.88, da die zweite Bedingung automatisch erfüllt ist (I2 = 1,45*In).

Sicherungsautomaten mit K-Charakteristik für Leitungs- und Geräteschutz

Auslöseverhalten nach DIN VDE 0641 Teil 101
Bemessungsströme 0,5 ... 63 A, in 17 Abstufungen, bzw. 0,2 ... 63 A, in 20 Abstufungen. Durch eine den Motor- oder Trafodaten entsprechende Auswahl des Bemessungsstromes wird Motorschutz und Trafoschutz erreicht. Die elektromagnetischen Auslöser sind so eingestellt, daß Anlaufströme von Motoren und Einschaltströme von Transformatoren nicht zu unerwünschtem Abschalten führen. In Stromkreisen mit Glühlampengruppen, netzparallelkompensierten Leuchtstofflampen oder anderen Entladungslampen kann der zu schützende Leiterquerschnitt besser ausgenutzt werden als dies bei Verwendung von Sicherungsautomaten gleichen Bemessungsstromes, Auslösecharakteristiken B und C, mit Rücksicht auf die Einschaltströme möglich ist. Wie bei der B- und C-Charakteristik ist auch bei der K-Charakteristik die direkte Zuordnung der Leitungsschutzschalter nach der zulässigen Belastbarkeit der Leitungen Iz nach DIN VDE 0298 Teil 4/2.88 möglich. Hier ist noch besserer Leitungsschutz gewährleistet, denn der große Prüfstrom I2 ist 1,2*In und damit kleiner als 1,45*In.

Auslöse-Charakeristik B

 

Auslöse-Charakeristik C

 

Auslöse-Charakeristik K

 

Anschlußbeschreibung
Anschlussbeschreibung
  • Netzanschluß kontrollieren!
    Schraubsicherung:
    Beispiel: T 16 A, träge Sicherungsautomat: K 16 A
  • Netzspannung:
    Wenn die Sicherung o.k. ist, muß an der Netzsteckdose und am Geräteeingang die Netzspannung 1 ph oder 3 ph meßbar sein. Die Geräte werden mit Unenn: 230V~/400V~ ausgeliefert. Bei höherer Spannung muß diese angepaßt werden.
  • Geräteeingang:
    Ist die Netzspannung o.k., kann das Ladegerät eingeschaltet werden. Es leuchtet die LED STÖRUNG und im Display erscheint “Batterie fehlt”.
  • Polarität:
    Am Ladestecker, am Ladegerät und an der Batterie die Polarität prüfen.
  • Batterie anschließen:
    Die LED “HAUPTLADEN” blitzt ca. 5 sec., leuchtet danach dauernd und die Ladung beginnt. Bei Kontrollmessung beachten: Messungen nur während der Ladung durchführen.
        1. Netzspannung
        2. Ladespannung
        3. LadestromBei fehlerhafter Funktion, alle Batterieverbindungen kontrollieren. Sonst spezielle Anweisungen für Ladegerät und Batterie beachten.
Nachladezeiten

Beschreibung der gesteuerten Nachladezeit bei Wa - Ladern

Die Nachladung bei Pb-Naßbatterien wird zum größten Teil zur Säuremischung benötigt. Wenn die Batterieplatten geladen sind, aber weiterhin Ladestrom fließt, wird zum Teil Wasser zersetzt. Die hierbei auftretenden Gase bewirken die Säuremischung. Die Nachladung soll nach der Säuremischung abschalten um die Batterie nicht zu schädigen. Die IEB - FILON CLASSIC Ladeschalter steuern die Nachladung so, daß sie der vorherigen Entladung angepaßt wird.

 

Bild

Mit den IEB-FILON CLASSIC Ladeschaltern kann der Ladefaktor (LF) entsprechend der eingesetzten Batterie vorab eingestellt werden. Der LF wird bei jeder Ladung konstant gehalten.
Dies bedeutet für ihre Batterie:

  • KEINE ÜBERLADUNG
  • BATTERIESCHONEND
  • ENERGIESPAREND
Bild 2

1. Beispiel:
240Ah Batterie - 80% Entladung = 192Ah
Ladung mit LF 1,2 -> 192Ah - HL + 20% - NL = 230Ah Gesamtladung

2. Beispiel:
240Ah Batterie - 20% Entladung = 48Ah
Ladung mit LF 1,2 -> 48Ah - HL + 20% - NL = 58Ah Gesamtladung

Gehäusetypen
Wandmontage

 

Filon Classic

Typ Breite Höhe Tiefe Lochabstände
FILON CLASSIC S
KL 200 305 200 210 265
FILON CLASSIC M
KL 300 365 235 260 320
FILON CLASSIC L
KL 350 520 460 385 480
FILON CLASSIC XL
KL 400 520 700 385 480
KL 500 700 960 500 670

Wandmontage

 

Filon Futur

Typ Breite Höhe Tiefe Lochabstände
FILON FUTUR S
HF 90 177 69 112 - - -
FILON FUTUR M
HF 180 260 164 93 230
HF 190 260 164 113 230
HF 210 268 244 115 245
FILON FUTUR L
HF 450 430 256 115 350
HF 455 430 393 157 350
HF 460 295 491 133 215
FILON FUTUR XL
HF 550 430 395 300 350
HF 560 430 482 300 350
HF 650 430 695 300 350
HF 750 430 790 300 350